Programm August 14

Samstag, 2. August

19.00           „Willkommen bei den Wohlstädts!“


Dienstag, 5. August

Yiddish summer Weimar

20.00           Frauenstimmen sprengen Grenzen

                    Kol Ishe „Jiddische Lieder“
                    Figelin „3 Frauen, 2 Kulturen, 1 Liebe“


 Mittwoch, 6. August

Yiddish summer Weimar

20.00                     modern klezmer quartet – klassisch und modern
Das Schostakowitsch-Projekt


 Donnerstag, 7. August

Yiddish summer Weimar
20.00           Yiddish New Wave
                 Fayvih + Sasha Lurje & Dan Kahn


 Freitag, 8. August

Yiddish summer Weimar

20.00           Krása Quartett
                    Jüdische Klassiker des 20. Jahrhunderts


 Samstag, 9. August

Yiddish summer Weimar
20.00           Arkady Gendler Projekt


Montag, 18. August

KinderSommerTheater
16.00           Hans im Glück
                    MitSpielTheaterstück


Dienstag, 19. August

KinderSommerTheater
16.00           Dornröschen

                    MitSpielTheaterstük


 Mittwoch, 20. August

KinderSommerTheater
16.00           Sterntaler
                    Märchentheaterstück


 Donnerstag, 21. August

KinderSommerTheater
16.00           Die Prinzessin auf der Erbse
                    Märchentheaterstück


Freitag, 22. August

KinderSommerTheater
16.00           Rotkäppchen
                    Märchentheaterstück


 Samstag, 23. August

KinderSommerTheater

16.00           Rumpelstilzchen

                    MitSpielTheaterstück


 Sonntag, 24. August

KinderSommerTheater

16.00           Der gestiefelte Kater

                    MitSpielTheaterstück


Mittwoch, 27. August, Donnerstag, 28. August, Freitag, 29. August 

und Montag, 1. September

19.00           Lyric Opera Studio präsentiert

                    „Die Zauberflöte“


 Ausführliches Programm 

 

Samstag, 2. August 2014 , 19.00 Uhr

Willkommen bei den Wohlstädts!

eine Komödie von Ronny Ristok

 

Verrückt oder nicht verrückt– das ist hier die Frage. Zumindest die, die sich Victor Grünfeld in der Pension Wohlstädt unaufhörlich stellen muss. Denn im Stück „Willkommen bei den Wohlstädts“ – einer freien Adaption des Lustspiels „Pension Schöller“ – quartiert sich die Hauptfigur in eine Irrenanstalt ein. Das glaubt sie zumindest. Gekonnt greift Regisseur Ronny Ristok das Spiel der Perspektiven auf und bewegt so auch die Laiendarsteller dazu, über ihre eigene Situation nachzudenken. Als das Stück Premiere im Altenburger

Landestheater hatte, standen nämlich vor allem psychisch Kranke und Suchtkranke aus den Einrichtungen des Psychosozialen Diakoniezentrums Altenburger Land „Horizonte“ auf der Bühne.

 

In der Pension der Wohlstädts wimmelt es nur so von exzentrischen Figuren. Da sind zum Beispiel die von Schreibhemmung geplagte Schriftstellerin, der ängstliche Schauspieler und der grummelige General von Seckendorff. Sie alle bilden den Grundstock des lustigen Treibens und sind zugleich der Grund dafür, dass die

Hauptfigur sich wahrhaftig in einer Irrenanstalt wähnt. Natürlich bleibt diese Lüge von Agnes Wohlstädt nicht ohne Folgen. Dass man dabei auch kleine Texthänger und Unzulänglichkeiten verzeiht, ist vor allem der Regie zu verdanken. Ihr ist es gelungen, mit jedem Darsteller die Rolle zu erarbeiten, die ihm liegt und seinen Fähigkeiten entspricht. So macht es nichts, wenn die Figur Olga Schwan einen Blick ins Textbuch werfen muss – immerhin ist sie Schriftstellerin, die Buch und Notizheft stets zur Hand hat. Oder Prinz Frederik von Unter-Lippe, dessen Diener ihm stets die Worte vorab zurechtlegt – auch hier geht Ristok mit einer Schwäche bewusst um und verwandelt sie zu einer Stärke. Überhaupt der Humor – das ist die eigentliche Stärke des Stücks. Ganz feinsinnig inszeniert der Medienkunst-Student Situationskomik. So, wenn sich der Prinz beim Schauspielabend ausgerechnet den einen Platz aussucht, der bereits belegt ist. Oder wenn der grummelige General von Seckendorff mit der tiefen Stimme plötzlich ganz lieblich-hoch ruft „Ich bin verliebt!“. Und richtig schräg wird es, wenn die Schauspieler darüber debattieren, wie sie sich das Publikum nackt vorstellen. Oder sich zuflüstern, welche Krankheiten der eine und andere Zuschauer hat. Denn dabei wird die grundsätzliche Frage, wer hier verrückt ist, auf eine zweite Ebene gehoben.

 

Veranstalter: mon ami in Kooperation mit dem Psychosozialen Diakoniezentrum Altenburger Land

 

Eintritt: 6,- Euro/ ermäßigt 4,- Euro


 Dienstag, 5. August, 20.00                

Frauenstimmen sprengen Grenzen

Die Stimme der Frau – wegen ihrer verführerischen Kraft im alten Judentum mit einem Bann geehrt – entfaltet heute ungehindert ihr Potential. Und so ist es kein Wunder, dass drei prominente Vertreterinnen der internationalen Klezmermusik sich unter dem Namen des einstigen Verbots diese Grenze mit Wonne überschreiten.

 

Doch auch musikalisch werden mit Leichtigkeit und Khuzpe konventionelle Grenzen gesprengt. Vergangene Stimmen jüdischer Komponistinnen und Dichterinnen treffen auf Eigenkompositionen und neue Vertonungen und beschreiben spielerisch und erotisch, melancholisch und frech den immerwährenden Kreislauf des Lebens.

 

Dass nationale Grenzen keine Rolle spielen wundert da nicht mehr – in den drei Künstlerinnen mischen sich australische, deutsche, israelische, niederländische und ukrainische Einflüsse, kommt klassische Klangkraft ebenso zum Strahlen wie kraftvoller Folk, mischen sich vielseitige Lieder mit Balladen und pulsierenden Tanzstücken, um plötzlich einem berührenden a-cappella zu weichen.

 

Kol Ishe – drei Frauen, drei Stimmen, fünf Nationen und eine Kreativität, die alle Grenzen sprengt.

 

Svetlana Kundish Gesang & Gitarre

Vanessa Vromans Geige & Gesang

Sanne Möricke Akkordeon & Gesang

 

Veranstalter: other music e. V.

Karten gibt es für 19,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro in der Tourist-Information Weimar (03643-745745) sowie an der Abendkasse


 Mittwoch, 6. August, 20.00
modern klezmer quartet – Das Schostakowitsch-Projekt

Interessiert an Grenzgängern? Lust auf einen Brückenschlag? Neugierig auf neue Wege im Klezmer? Das modern klezmer quartet geht weit über den traditionellen Klezmer hinaus und sucht in der Auseinandersetzung mit der Moderne neue Wege. Da kommt vieles zusammen:
Vier renommierte MusikerInnen, die seit vielen Jahren in der jiddischen Musik zu Hause sind: Andrea Pancur (Gesang), Johannes Paul Gräßer (Violine), Franka Lampe (Akkordeon), Alex Haas (Kontrabass). Dimitri Schostakowitschs 1948 komponierter Liederzyklus "Lieder aus jüdischer Volkspoesie" (Op.79) für Orchester und drei Stimmen,                             ist die Vorlagen, die das modern klezmer quartet gefunden hat. Dem modern klezmer quartet gelingt der Brückenschlag: Die Klezmeranteile des Op. 79 herauszuarbeiten, dieses im ursprünglichen  volksmusikalischen Stil zu präsentieren und gleichzeitig den Charakter der Kompositionen von Schostakowitsch zu unterstreichen. Einerseits treibt schon die Besetzung mit Kontrabass, Akkordeon, Violine und Stimme in diese Richtung, andererseits hat Schostakowitsch vieles, was in der ostjüdischen Volksmusik gespielt wird, auskomponiert. Im Bereich zwischen sorgfältiger Bearbeitung des Materials und freiem Umgang der Interpretation entsteht eine Version, die in ihrer Dramatik von keinem Orchester zu erreichen ist.

www.modern-klezmer-quartet.de
Veranstalter: other music e. V.

Karten gibt es für 19,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro in der Tourist-Information Weimar (03643-745745) sowie an der Abendkasse


 Donnerstag, 7. August, 20.00

Yiddish New Wave: Fayvih + Sasha Lurje & Dan Kahn

Wohin mit der brennenden Liebe für Singer-Songwriter, Pop und jiddische Lyrik? Wer schon immer an dieser Frage verzweifelt ist, findet hier Antwort: Yiddpop. So nennt Kreativkopf Fabian Schnedler die Verschmelzung seiner drei Lieblingsgenres und gründet 2007 kurzerhand Fayvish: Fabian Schnedler (Gesang & Gitarre), Steffen Illner (Kontrabass) und Lucia Martínez (Schlagwerk) montieren und zitieren jiddische Poesie und jiddische Musik und stellen sie in neue Zusammenhänge. Die Songs erzählen vom Leben, von Abschieden oder den kleinen und großen Revolutionen, die es immer wieder zu führen gilt. Fabian Schnedler singt diese Gedichte von jiddischen Avantgardisten wie Moishe Kulbak, An-Ski oder Peretz Markish und Texte aus eigener Feder mit bestechender Freude am deutschen und jiddischen Wort. Die Berliner Band FAYVISH bringt zusammen, was bisher sorgfältig getrennt wurde - Singer/Songwriter, Poprock und Jiddisch. Unbedingt hörenswert.

www.fayvish.de

STRANGELOVESONGS - fremde Liebe, fremde Lieder, fremde Sprachen

Daniel Kahn & Sasha Lurje

Die Spezialisten für Sehnsucht Daniel Kahn (The Painted Bird) und Sasha Lurje (Forshpil) laden Euch zu einem Programm der schönen, bösen Lieder ein.  Liebeskummer, Wollust, Mord, Natur und Weltschmerz zum totlachen in Deutsch, Englisch, Jiddisch, Ukrainisch und Russisch. Die Meister_innen der Übersetzungskunst shiften die Songtexte hin und her und bereiten uns mit Klassikern von Tom Waits und Brecht auf Jiddisch hin zu russischen Balladen auf Englisch einen Gänsehautabend mit Akkordeon, Gitarre, Mundharmonika, Ukulele, Autoharp und natürlich herzzerreißendem Gesang.


Veranstalter: other music e. V.
Karten gibt es für 19,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro in der Tourist-Information Weimar (03643-745745) sowie an der Abendkasse


 Freitag, 8. August, 20.00 Uhr

Krása Quartet
Das Krása Quartett stellt die Musik von Hans Krasa, Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann vor, alles hochbegabte Komponisten, die Opfer der Shoah wurden. Sein letztes Musikstück, ein Streichtrio, komponierte Hans Krása im Konzentrationslager Theresienstadt . In diesem schrieb auch Viktor Ullmann sein Streichquartett Nr. 3, bevor er von den Nazis nach Auschwitz-Birkenau  deportiert und ermordet wurde. Erwin Schulhoffs Streichquartett Nr. 1 schrieb er 1924, 17 Jahre vor seinem Tod in einem Vernichtungslager. Die Musik dieser drei europäischen Künstler zeigt keine direkten Verbindungen mit der traditionellen jüdischen Musik. Das Verbindende dieser drei Komponisten ist, dass ihr Schicksal die Shoah wurde. In der zweiten Hälfte des Konzerts sind Streichquartette von zwei anderen Komponisten zu hören. Alfred Schnittke und Dimitri Schostakowitsch waren beide Russen, die sich im Konflikt mit Sowjetbürokratie befanden. Zwei Streichquartette erklingen von ihnen an diesem Abend. Alfred Schnittke zitiert Auszüge aus der klassischen Musik in seinem dritten Streichquartett, zitiert Dimitri Schostakowitsch jüdische Volksmusik in seine achte Quartett . Er verwendet auch ein Thema auf seine Initialen : DSCH - ein Motiv, das eine der klassischen Zitate in Schnittkes 3. Quartett wird .

PROGRAMM:
- Hans Krása : Passacaglia und Fuge für Streichtrio
- Erwin Schulhoff : Streichquartett Nr. 1
- Victor Ullmann : Streichquartett Nr. 3 INTERVAL
- Alfred Schnittke : Streichquartett Nr. 3
- Dimitri Schostakowitsch - Streichquartett Nr. 8

Veranstalter: other music e. V.
Karten gibt es für 19,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro in der Tourist-Information Weimar (0343-745745) sowie an der Abendkasse


 Samstag, 9. August, 20.00 Uhr

Das Arkady Gendler Projekt
Arkady Gendler (* 1921 in Soroca, Bessarabien, damals Königreich Rumänien) ist ein jüdisch-ukrainischer Chansonnier, Komponist und Sammler jiddischer Lieder. Er gilt als einer der größten lebenden Schätze der jiddischen Sprache, Kultur und Liedes. Gendler besitzt ein unermesslich reiches Repertoire  dieser Kultur. Er fing spät in seinem Leben an zu komponieren und außergewöhnlich poetische Lieder zu schreiben. Gendler wurde zu einem wichtigen Lehrer und Mentor, 2006 und 2009 weilte er auch beim Yiddish Summer Weimar.
Im Jahr 2011 startete Christian Dawid das Projekt der Dokumentation und des Arrangements der Gendlerschen Originalarbeiten. Das diesjährige Konzert in Weimar präsentiert einige der besten Sänger jiddischer Songs, die alle eine persönliche Verbindung zu Arkady Gendler haben. Christian Dawid erweist damit eine
Hommage an einen großen Sänger, Lehrer und Menschen.

Mit Svetlana Kundish , Andrea Pancur , Sasha Lurje , Fabian Schnedler , Daniel Kahn, Yuri Alan Bern , Christian Dawid , Alexey Rozov , Yulia Yabakova und anderen.
Leitung: Christian Dawid

http://arkadygendler.konsonans.com
Veranstalter: other music e. V.Karten gibt es für 19,50 Euro, ermäßigt 10,50 Euro in der Tourist-Information Weimar (0343-745745) sowie an der Abendkasse


 Montag, 18. August – Sonntag, 24. August, 16.00 Uhr

KinderSommerTheater

Für alle, egal ob Kinder oder Erwachsene, die in diesem Jahr die Ferien zuhause verbringen, bietet das Galli Theater Weimar auch 2014 sein KinderSommerTheater im Kulturhof des mon ami. Ob die Sonne scheint oder nicht, es sind Ferien und die Kinder wollen Spaß haben. Eine Woche lang spielen wir täglich jeweils um 16 Uhr im kleinen Amphitheater. Bei schlechtem Wetter finden die Aufführungen im Kleinkunstraum im EG statt.

 

Veranstalter: Galli-Theater Weimar, Eintritt: 5,- Euro / Kinder 3,- Euro. Geeignet für Kinder ab ca. 4 Jahren. Infos und Kartenbestellung unter: 03643/778251 

 


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