Programm Oktober 12

Montag 1. Oktober

10:00 Uhr  Die Birne ist weich - Helme schützen

                 Ein Zirkustheaterstück des Kinderzirkus Tasifan


Dienstag, 2. Oktober

17.00 Uhr  Daniel Kallauch

                Mitmach-Musik-Familien-Show


Mittwoch, 3. Oktober

Jazzmeile Thüringen

20.30 Uhr  Stéphane Belmondo


Sonntag, 7. Oktober

Jazzmeile Thüringen

20.00 Uhr   L´art de Passage & Helmut Lipsky


Freitag, 12. Oktober - Sonntag, 14. Oktober

Zwiebelmarkt Weimar

Kinderzwiebelfest


Freitag, 19. Oktober

Jazzmeile Thüringen

20.30 Uhr   Guitarmania 3


Dienstag, 23. Oktober

KinderKulturKarawane

18.00 Uhr  Phare Ponleu Selpak - "Das Abenteuer"


Mittwoch, 24. Oktober

Jazzmeile Thüringen

20.00 Uhr   Die Andreas-Max-Martin-Jazzmeilen-Show


Donnerstag, 25. Oktober bis Samstag, 27. Oktober

Avant Art Theaterfestival

Das erste Festival der freien Theaterszene Thüringens

Donnerstag, 25. Oktober

Avant Art Theaterfestival

19.30 Uhr Festivaleröffnung

20.00 Uhr “Fall Out Girl” – Preisträger Thüringer Theaterpreis 2012


Freitag, 26. Oktober

Avant Art Thüringer Theaterfestival

17.00 Uhr „Der nackte Wahnsinn“ Eine Produktion von „Theater am Markt“ Eisenach


Samstag, 27. Oktober

Kabarett

19.00 Uhr Schlapphut-Knarre-Hakenkreuz: Alles in bester Verfassung Eine Schlapphut-Revue mit Dutzenden Geheimdienstlern

20.00 Uhr 7. Oldie Night Mit: THE NEW OLD FACES, RGP - Relaisons and Garage Players und Just for fun


Montag, 29. Oktober

Jazzmeile Thüringen 

20.30 Uhr Yuri Honing „Wired Paradise” Groove/Electro-Fusion


Dienstag, 30. Oktober

20.00 Uhr Gerhard Schöne „Die Lieder der Briefkästen“


Mittwoch, 31. Oktober – Sonntag, 4. November

25. Tage Neuer Musik

19:30 Auf der Suche nach dem Absoluten Werke von Paul-Heinz Dittrich (UA der Klaviermusik X nach Mallarmé, 2010), John Cage (One, 1987), Allain Gaussin (Tokyo-City) und Karlheinz Stockhausen (Natürliche Dauern 24, 2006) Frank Gutschmidt (Berlin), Klavier


    

 

Ausführliches Programm

         

Die Birne ist weich - Helme schützen

Auf einer Straße irgendwo im Zirkusland balancieren komische Typen auf Ein-, Zwei-, Drei- und Vielrädern herum. Dabei erleben sie viele Turbulenzen und fallen nicht selten auf den Kopf und die Birne macht Autsch...was tun, wenn die Birne weich ist. Keine Kunststücke mehr machen, in Watte packen, nur noch Fernsehen schauen, was tun, wenn die Schutzengel faul sind und auch keine Idee haben. Mal sehen, wer die rettende Idee... pardon den rettenden Helm hat. Was mit der Birne alles passieren kann, erlebt ihr in diesem clownesken Stück des Zirkus Tasifan.

Veranstalter: Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzirkus Tasifan.


  

Stéphane Belmondo

Nicht nur in seiner Heimat Frankreich gilt Stéphane Belmondo als Ausnahmemusiker. Als Mitglied von Laurent Cugnys Big Band Lumière trat Belmondo bereits in den 1980er Jahren in das internationale Rampenlicht. So arbeitet er mit Gil Evans, Dee Dee Bridgewater, Claude Nougaro u. v. a. zusammen und erarbeitet sich einen brillanten Ruf. Belmondo bewies mit seinen vielen Kooperationen, dass er sich nicht festlegen lässt und stets neue Herausforderungen angeht. Ein Suchender, der nicht ankommen will. Dass er gern sein sicheres Jazzfahrwasser verlässt, hat er bereits mit seinem Debütalbum „Wonderland“ deutlich gemacht, eine jazzige Hommage an Stevie Wonder. Von Kollaborationen mit Musikern aus der Klassik bis hin zur elektronischen Musik erkundet Belmondo die Möglichkeiten als Jazztrompeter. Diese Neugier verhalf ihm, einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Belmondo schreibt Songs, die das Herz massieren und spielt eine Trompete, die die Zuhörer streichelt. Dabei besitzt er die Gabe, diese Emotionalität mit Ecken und Kanten zu versehen: Musik, wie das Leben!

Besetzung: Stephane Belmondo: Flügelhorn,Trompete, Kirk Lightsey: Piano, Sylvain Romano: Acoustic Bass, Billy Hart: Drums

Veranstalter: mon ami in Kooperation mit der AG Jazzmeile Eintritt: 8,- Euro / erm. 5,- Euro inkl. 0,50 Euro Kulturförderabgabe / WP


    

L árt de Passage (D) & Helmut Lipsky (Can)

Vier Musiker schaffen einen Raum, in welchem sich Tango, Klassik, Jazz, Latin, Gypsy und Rock gegenseitig befruchten. Die Schranken zwischen den Sparten, Zeiten und Kulturen sind aufgehoben. Wir atmen frei beim Hören und erleben gleichzeitig den Respekt gegenüber den Vorbildern, welche die Inspiration lieferten. Aus technischer Brillanz, künstlerischer Hingabe und jahrelanger Erfahrung ist ein unverwechselbarer Stil gewachsen. Er verwandelt das Material aus Kanada und Europa, das die Künstler für ihre Tour 2012 einbringen, in wunderbare Musik. Helmut Lipsky ist Komponist, Arrangeur, Interpret, Improvisator, Lehrer der Violine (Klassik und Jazz): Er ist der Prototyp eines modernen Vollblutmusikers. Er hat die ersten Diplome in Winterthur erworben, in New York bei Itzhak Perlmann studiert und lebt heute in Montreal. Er konzertiert national und international in verschiedenen Besetzungen. Tobias Morgenstern und Stefan Kling gründeten 1987 nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar gemeinsam mit Rainer Rohloff die Gruppe „L’art de Passage“ und gelangten schnell zu großer Anerkennung. Neben sieben eigenen CDs arbeitete L’art de passage mit vielen musikalischen Partnern zusammen. Tobias Morgenstern tourt derzeit mit seiner Band Sanfoneiro nordestino und mit Armin Mueller-Stahl. Stefan Kling konzertiert u.a. mit Katja Ebstein und Gerhard Schöne. Der Kontrabassist Wolfgang Musick ist ein gefragter Jazzmusiker, der seit 40 Jahren mit den ostdeutschen Größen der Branche unterwegs ist. Seit 1998 arbeitet er mit Morgenstern und Kling zusammen. (soundcloud.com/melosphere; helmutlipsky.com/html/auparfum.htm)

Veranstalter: mon ami in Kooperation mit www.tangomilonga.de

Karten gibt es für 17,- Euro inkl. 0,70 Kulturförderabgabe / ermäßigt 13,- Euro inkl. 0,50 Kulturförderabgabe in der Tourist-Information Weimar (03643/745 745), bei www.eventim.de sowie an der Abendkasse. / Weimarpass 1,- Euro


   

Kinderzwiebelfest

Auch zum 359. Zwiebelmarkt verwandelt sich der Kulturhof des mon ami wieder zu einem wahren Kinderparadies: an allen drei Tagen gibt es ein buntes Bühnenprogramm zu bewundern, dass mit allerlei Zauber, Puppenspiel, Kindertheater und Zirkusgaukeleien die Herzen der jungen Besucher, aber auch deren Begleiter höher schlagen lässt. Als wäre das noch nicht genug, gilt es auch die Hüpfeburg, das Trampolin, den Klettergarten zu bezwingen und viele andere tolle Mitmachaktionen auszuprobieren.

 

Programm:

Freitag, 12. Oktober

14.30 Tanz der Zwiebelinchen und Besuch des Oberbürgermeisters der

         Stadt Weimar und der Zwiebelmarkt-Königin

15.00 Der kleine Muck, Märchenspiel mit Conny Thiele

16.00 Alles Kokolores Frau Holle, Puppentheater Manuart / Ilmenau

17.00 Fingerhut, Märchenspiel mit Linda Trillhaase

   

Samstag,13. Oktober

11.00 Die goldene Gans, Märchenspiel mit Linda Trillhaase

12.00 Der tanzende Stier, Seiltanztheater

13.00 Der kleine Muck, Märchenspiel mit Conny Thiele

14.00 Clownssport mit den CompoStellas

15.00 Seiltanztheater mit Ausprobieren

16.00 Was ist denn heute bei Königs los?, Puppentheater Manuart / Ilmenau

17.00 Gaukeleien mit den Zirkuskindern von TASIFAN

   

Sonntag, 14. Oktober

11.00 Max und Moritz, Puppentheater Manuart / Ilmenau

12.00 Der tanzende Stier, Seiltanztheater

13.00 Alles Kokolores Frau Holle, Puppentheater Manuart / Ilmenau

14.00 Gaukeleien mit den Zirkuskindern von TASIFAN

15.00 Seiltanztheater mit Ausprobieren

16.00 Der kleine Muck, Märchenspiel mit Conny Thiele

17.00 Fingerhut, Märchenspiel mit Linda Trillhaase

  

Veranstalter: mon ami und Kulturdirektion Weimar, der Eintritt ist frei!


   

Guitarmania 3

Mit: Thomas Fellow (D), Peter Finger (D) und Jon Gomm (GB)

Die GUITARMANIA geht auf eine gemeinsame Idee der beiden Gitarristen FALK ZENKER und THOMAS FELLOW zurück. Beide Musiker kennen und schätzen sich bereits seit gemeinsamen Studienzeiten und möchten mit dieser Konzertreihe einige der interessantesten Künstler der aktuellen Gitarrenszene auf einer Bühne vereinen und dem Publikum einen tiefen Blick in die unermessliche Klangwelt dieses Instruments ermöglichen. Als Gastgeber wechseln sich die Beiden ab und treffen die Auswahl der Musiker gemeinsam. Das dritte Gipfeltreffen der Gitarrenkunst verspricht ein absolut rasantes, virtuoses Spektakel zu werden. Der Engländer Jon Gomm ist zweifellos einer der aktuellen Shootingstars der Szene. Seine Videos werden millionenfach angeklickt, seine Konzerte (aktuell mit Andy McGee und Preston Reed auf Guitar Masters Tour) sind regelmäßig ausverkauft, seine einzigartige Spieltechnik – eine Kombination aus One Man Band, erstklassiger Stimme und intensiver Bühnenpräsenz – lässt das Publikum in ungläubigem Staunen zurück. Peter Finger ist die zentrale Integrationsfigur der deutschen Gitarrenszene. Er ist Herausgeber der wichtigsten Fachzeitschrift und Chef einer erfolgreichen Plattenfirma einerseits und andererseits ein Gitarrist und Komponist, welcher mit seiner Musik weltweit höchstes Ansehen genießt. Als Sohn eines Dirigenten in Weimar geboren, treffen sich in seinen Kompositionen Tradition und Moderne. Elemente von Konzertmusik, Jazz und Folk sind hier in wunderbarer Weise vereint. Thomas Fellow studierte in Weimar Konzertgitarre und beschloss seine erfolgreiche Konzertlaufbahn 1992 mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie, um der Musik seines Herzens zu folgen. Diese fand er in seinen Projekten FRIEND `N FELLOW (Europas Top-Duo Stimme & Gitarre), HANDS ON STRINGS und aktuell dem EUROPEAN GUITAR QUARTET (Steidl, Fellow, Dukic, Reentko). Zudem leitet er die Ausbildung „Akustische Gitarre“ an der Musikhochschule Dresden, ist Initiator des EUROPEAN GUITAR AWARD und Schott Music – Autor.

www.jongomm.com

www.akustikgitarrist.de

www.thomasfellow.de

Veranstalter: mon ami Karten gibt es für 16,70 Euro / erm. 11,50 Euro inkl. Kulturförderabgabe bei der Tourist-Information Weimar (03643/745 745)


  

Phare Ponleu Selpak - "Das Abenteuer"

Ein junger Kambodschaner hat mit der häuslichen Gewalt seine Familie zu kämpfen, welche droht in Schulden und einem ärmlichen Lebensstandard abzurutschen. Der Gegensatz zu anderen Familien, in denen eine liebevolle Atmosphäre sowie ein positives Verhältnis zueinander herrschen, bewegt ihn dazu sein Zuhause zu verlassen und sich auf die Suche nach einem neuen Leben zu machen.

Die dörfliche Entvölkerung in Kambodscha ist sehr groß, letztlich nur mit einem Ziel: Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Hier strömen hunderttausend Jugendliche aus den entferntesten Gebieten in Scharen zusammen. Sie werden als günstige Arbeitskraft, als Kellner, Köche, Autowäscher, Straßenfeger oder Prostituierte ausgebeutet.

Nachdem er an einer Busstation in Phnom Penh auf andere ausgewanderte Gefährten trifft, wird er überfallen und brutal zusammengeschlagen. Somit begegnet er zum ersten Mal dem Gesicht der feindlichen Metropole. Mit der Zeit endet er auf einer Mülldeponie. Mit Hilfe einer Bande von munteren Straßenkindern erlangt er Hoffnung und Selbstbewusstsein zurück und den Mut seiner Familie gegenüberzutreten.

In diesem Jahr produzierte Huoth Hieng das Stück „Phsom Preng“ („Das Abenteuer“), bei dem sie nicht nur das Skript verfasste, sondern ebenso Regie führte und ihre Artisten trainierte. Zuvor erarbeitete sie, zusammen mit dem französischen Choreographen Sarosi Nay die Show „Schultag“.
Seit 12 Jahren ist sie als Zirkusartistin bei „Phare Ponleu Selpak“ tätig und nahm seit 2005 an zahlreichen Touren in Europa und Japan teil. Huoth Hieng ist heute eine erfolgreiche Lehrerin und Regisseurin.

Veranstalter: Kinder- und Jugendzirkus Tasifan
Eintritt frei!


 

Die Andreas-Max-Martin-Jazzmeilen-Show: Sprache und Jazz

Der Meister der galanten Gangart thematisiert in seiner Show dieses Mal das Ineinandergreifen zweier Universen. Sprache und Jazz werden gleichermaßen befeuert von Rhythmus, Innovation und kosmischer Kreation. Dabei verschmelzen verbale Intuition und pure Freude am sinnlich-physischen Musikerlebnis zu dem Tiegel, der Andreas Max Martin ausmacht.

Zum Thema empfängt er illustre Gäste in seinem Zweitwohnzimmer mon ami. Und wie im Programm der Jazzmeile teilen sich bei Herrn Martin die Gäste von um die Ecke mit internationalen Tonkünstlern die Showbühne. Aber was wäre so ein Abend ohne den Livegenuss von Herrn Martins musikalischen Qualitäten. Exklusiv gibt es das bis dato geheime Material des bald erscheinenden vierten Albums zu hören. Eleganter leichter Jazz musikalisch und textlich gleichermaßen überraschend und pointiert. Freuen Sie sich auf eine Show voller Musik, opulenten Sprachgenuss und schönen Überraschungen, denn bei Herrn Martin weiß man nie: kommt er im Smoking oder Trainingsanzug.

Besetzung: Andreas Max Martin - Gesang und Flügelhorn, Heiko Müller – Gitarre, Matthias Dankowski – Kontrabass, Stefan Paetzold – Piano, David Groß - Schlagzeug

Veranstalter: mon ami Eintritt: 6,- / erm. 4,- Euro inkl. 0,50 Euro Kulturförderabgabe / Weimarpass 1,- Euro


   

Avant Art Theaterfestival

Das Avant Art Theaterfestival ist das erste Festival der freien Theaterszene Thüringens und ist mit der Vergabe eines Thüringer Theaterpreises verbunden. Ausrichter des Avant Art Festivals ist der Thüringer Theaterverband und das D.A.S. Jugendtheater Weimar in Kooperation mit dem mon ami in Weimar. Dieser Theaterpreis für die freie professionelle und nichtprofessionelle Theaterszene wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gestiftet. Preisträger des mit 2000,- Euro dotierten Fachpreises ist die Produktion“Fall Out Girl“. Während des Avant Art Festivals werden zwei weitere – jeweils mit 500,- Euro dotierte – Publikumspreise an die teilnehmenden Gruppen vergeben. Die Aufführungen finden im D.A.S. Jugendtheater im stellwerk und im mon ami statt.

Veranstalter: Thüringer Theaterverband e. V.


“Fall Out Girl” – Preisträger Thüringer Theaterpreis 2012

Die Produktion „Fall Out Girl“ zeichnet sich durch einen hohen Grad spielerischer Experimente aus. Sie verbindet auf der Bühne dramaturgisch schlüssig, musika-lische Einlagen, Video und Spielszenen - und schafft damit einen narrativen Mehrwert, der weit über die Addition einzelner Elemente oder ein Stationendrama hinausgeht. Dabei variieren die gewählten Stilmittel zwischen professioneller Projektion und z.T. einfachster Verkleidungs- und Bühnenwechsel. Die vielfach schrille und rasante Kombination steht jedoch in direkter Korrespondenz zum ge-wählten Stückinhalt und erlangt damit einen hohen Grad an Schlüssigkeit, Professionalität und Authentizität, die verstärkt wird durch die außerordentliche Präsenz der beiden durch den Abend führenden Protagonisten, Antonia Labs und Johannes Geißer. Die auf mehreren Ebenen angesiedelte Handlung führt lustvoll in den Bereich der Popkultur und der Geschichte der friedlichen und kriegerischen Nutzung der Radio-aktivität. Darüber hinaus thematisiert sie deren narrativ-populäre Anverwandlung in verschiedenen Medien, z.B. Comic und Film.

Veranstalter: Thüringer Theaterverband


“Der nackte Wahnsinn“

Regisseur Lloyd Dallas ist mit seinen Nerven am Ende. Es ist bereits kurz nach Mitternacht, und die Generalprobe der Komödie „Spass muss sein“ läuft völlig aus dem Ruder. Die Nerven liegen blank. Texthänger, Requisitenchaos, klemmende Türen, verlorene Kontaktlinsen und volltrunkene Schauspieler – ein echter Albtraum für alle Beteiligten. Für den Zuschauer jedoch ein durchgedrehtes, turbulentes Komödienchaos mit einigem Hintersinn. Denn das Geschehen auf der Theaterbühne wirkt wie eine Parabel auf den Alltag im politischen Geschäft. Während die einen versuchen, den Laden am Laufen zu halten, machen die anderen ihnen das Leben schwer. Statt gemeinsamer Sacharbeit findet ein Machtkampf voller Intrigen statt. Michael Frayn - Journalist und Autor - verfasste eine Reihe satirischer Romane und Theaterstücke, in denen er bürgerliche Konvention, Snobismus, Heuchelei und überkommene Strukturen kritisierte. 1982 wurde seine groteske Farce "Noises off" (dt. "Der nackte Wahnsinn") in London uraufgeführt und erhielt noch im selben Jahr einen Preis als beste Komödie, 1992 wurde sie mit Michael Cain und Christopher Reeve verfilmt.

Veranstalter: Thüringer Theaterverband



7. Oldie Night

Die Weimarer Band THE NEW OLD FACES lädt zur inzwischen siebten Oldie Night. Einige Bandmitglieder spielten schon in den 60-igern in diversen Bands, so z.B. bei den damals bekannten Weimarer Bands The Pins, den Garage Players, den Tümern, der Weimarer Schulband The Black Beats oder den Syncopaters, einer Band aus Dresden. Sie spielen die Musik ihrer einstigen Vorbilder wie von The Beatles, The Rolling Stones, The Kinks, The Animals, CCR etc. THE NEW OLD FACES haben sich auf die Fahnen geschrieben, mit ihrer energiegeladenen Show jeden Saal zum Kochen zu bringen. Und damit es so richtig brodelt, wurden die RGP - Relaisons and Garage Players aus der Garage gelockt, um gemeinsam eine heiße Party mit den großen Beat- und Rock’n’Roll-Hits der 60er Jahre zu feiern. Außerdem sind liebe Freunde von der Küste da: „Just for Fun“ lassen sich nicht lumpen und bereichern den Abend u. a. mit Musik von Bob Dylan, Eric Clapton sowie Funk- und Reggae-Klassikern.

Veranstalter: mon ami WeimarEintritt: 7,50 Euro inkl. 0,50 Kulturförderabgabe



Schlapphut-Knarre-Hakenkreuz: Alles in bester Verfassung Eine Schlapphut-Revue mit Dutzenden Geheimdienstlern

Ein Bündnis gegen das Schweigen beschwört die vermeintlich große Stille im Land und meint vielleicht doch nur eigenes Unvermögen so etwas wie eine Massenbasis gegen Rassismus und staatliche Willkür zu schaffen. Das Thema NSU Mordserie stand wochenlang auf der Agenda. Kaum eine deutsche Wohnstube, in der nicht Merkels herzzerreißende Trauerrede am 23. Februar bei Kerzenschein für innere Aufregung sorgte. Die Morde seien eine Schande für das Land, versicherte die Kanzlerin. Keine Comedy, keine Talk-Show, die sich nicht dieses Themas annahm. In Dokumentationen wurde die Geschichte des „rechten Terrorismus“ aufgearbeitet. Die gerichtsbekannten Terrorfiguren wie Wehrsport Hoffmann oder Bombenleger Naumann flimmerten in deutsche Wohnstuben. Hinweise auf die Verstrickungen staatlicher Behörden fehlten fast immer. Darüber erfuhr man nur in Witzen wie: dass der VS nicht mehr gewusst habe, welche Verfassung er zu schützen habe, die vor oder nach 1945. In der Veranstaltung >>Schlapphut-Knarre-Hakenkreuz: alles in bester Verfassung?<< weisen die AntifaschistInnen vom Standpunkt Bremen, vom Flashmob Oldenburg und dem Arbeitskreis Stop dem Wahnsinn des VS! auf die Kontinuität faschistischen Terrors nach 1945, dessen internationale Zusammenhänge sowie die ideologischen Grundlagen der deutschen Innenpolitik (Extremismus-Totalitarismus) hin. In der Revue werden praktische Konsequenzen gefordert, die sich gegen die geplante Erweiterung der Kompetenzen des Verfassungsschutzes richten müssen. Anhand der Untersuchung von über 60 V-Männern und Geheimdienstlern wird nachgewiesen, dass der „Terror“ so neu nicht sein kann.

Veranstalter: Carsten Meyer (Landtagsabgeordneter Bündnis 90 / Die Grünen) in Kooperation mit dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus


Yuri Honing „Wired Paradise”

Groove, Groove, Groove ist Yuri Honings musikalischer Imperativ. Yuri Honings „Wired Paradise“ schafft es mit seinen kongenialen Mitmusikern moderne Parallelwelten zu schaffen, in der die musikalische Interaktion ein Eigenleben aller Elemente durch Offenheit und Spannungsgefühl generiert. Dass Fusion so aktuell und heutig klingen kann, liegt bei Honing an den klirrend kalten Sounds seiner Gitarristen Paul Jan Bakker und Frank Möbus, vor allem aber am wilden Ritt seines Bassisten Tony Overwater. Das hat mit Smooth Jazz wirklich nichts zu tun, sondern klingt nach Risiko und Abenteuer. Besetzung: Yuri Honing: saxophones, Frank Möbus: guitar, Paul Jan Bakker: guitar, Tony Overwater: bass guitar, Joost Lijbaart: drums Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande

Veranstalter: mon ami in Kooperation mit der AG Jazzmeile Eintritt: 8,- Euro / erm. 5,- Euro inkl. 0,50 Euro Kulturförderabgabe / WP


Gerhard Schöne „Die Lieder der Briefkästen“

Einem geheimen Manuskript entnommen: "Ein Briefträger ist ein Geheimnisträger. Jedoch – Postgeheimnis hin und her – was offen auf Karten und Umschlägen mitgeteilt wird, will ein Briefträger doch manchmal wissen. Ich spreche aus Erfahrung. Jahrelang trug ich selber Post aus in der Provinz und in der Hauptstadt. Meist ist allerdings nicht viel mehr zu erfahren, als dass Tante Trautl das Essen in Bad Brambach prima schmeckt und das Wetter besser sein könnte. Welche Geschichten hinter den Briefumschlägen schlummern, erfährt er kaum, wenn er nicht gerade beim Geheimdienst oder kriminell ist.„ Anders ist die Sache bei Briefkästen ........!!!! Besetzung: Stefan Kling (piano), Wolfgang Musick (bass) und Karoline Körbel (perc.)

Veranstalter: mon ami Weimar Karten gibt es für 19,70, ermäßigt für 16,20 Euro inkl. 0,70 Kulturförderabgabe und Vorverkaufsgebühr bei der Tourist-Information Weimar (03643/745745), bei www.eventim.de sowie für 21,70 Euro, ermäßigt 18,70 Euro an der Abendkasse.


25. Tage Neuer Musik

Das Interesse an Spiritualität hat in den letzten Jahren auch im Bereich der Neuen Musik stark zugenommen. Die Palette reicht hierbei von den Einflüssen des Zen-Buddhismus bis hin zu islamischer Mystik. Die Wegbereiter der musikalischen Avantgarde John Cage und Karlheinz Stockhausen haben immer wieder darauf verwiesen, dass ihr Gesamtwerk religiös zu verstehen sei. Während Stockhausen Musik „als Flugschiff zum Göttlichen“ bezeichnete, betonte Cage, dass sich diese wieder „göttlichen Einflüssen“ öffnen solle. Wie ist die Situation zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Dem Festival geht es um Traditionslinien, die von Martin Luther bis in die unmittelbare Gegenwart führen. Dabei reiht es sich in die „Reformationsdekade“ ein, deren Themenjahr 2012 der Musik gewidmet ist. Als „Composer/Performer in Residence“ wurde Michael Vetter (*1943) gewonnen, der Theologie studierte, ehe er die meiste Zeit zwischen 1970 und 1982 als Zen-Mönch in Japan verbrachte. In den 1960er Jahren machte er zunächst als Interpret und Komponist experimenteller Blockflötenmusik von sich reden, wurde von Karlheinz Stockhausen für dessen “Intuitive Musik” entdeckt und entwickelte seit den 1970er Jahren ein systematisches Gebäude musikalischer Konzepte, die er an der Accademia Capraia in Italien weiter vermittelte. Als Meister obertontechnischer und avantgardistischer Vokaltechniken erlangte er internationale Berühmtheit. Bezugnehmend auf das Thema der 25. Tage Neuer Musik gestaltet er einen Zyklus, der sich auf Choräle Martin Luthers bezieht, und den er gemeinsam mit seiner Gesangspartnerin Natascha Nikeprelevic und dem “Ensemble für Intuitive Musik Weimar” zur Uraufführung bringen wird. Er heißt "Sola fide" und geht davon aus, daß die Qualität der Musik sich allein im "Glauben" realisiert. Der Pianist Frank Gutschmidt hat sein Programm “Auf der Suche nach dem Absoluten” überschrieben. Er spielt dabei das vorletzte Werk von John Cage und das letzte von Karlheinz Stockhausen. Außerdem kommt es zur Uraufführung von Paul-Heinz Dittrichs Klaviermusik X (2010), die sich dem berühmten Poem von Stéphane Mallármé "Un Coup de Dés" widmet. Dem Beginn - als "Urform" bezeichnet - ist das Motto unterlegt: "Un coup de Dés jamais n´abolira le Hasard" - "Ein Würfelwurf wird niemals den Zufall auslöschen.” Damit wird zugleich ein poetischer Bezug zum Cage-Jahr hergestellt. John Cage und seinem Landsmann Christian Wolff ist ein weiteres Konzert des “Ensembles für Intuitive Musik Weimar” gewidmet. Mit Olivier Messiaens “Live du Saint Sacrement” erklingt ein herausragendes Beispiel spiritueller Orgelmusik. Das Ensemble EMI (Frankreich) gewährt Einblicke in das aktuelle Schaffen von Jacopo Baboni Schilingi, Orjan Sandred, Jacomi Platini und Hans Tutschku. In zwei Konzerten wird die Kooperation mit dem Studio für elektroakustische Musik der Hochschule “Franz Liszt” fortgesetzt, für deren Studenten Harvard-Professor Tutschku einen zweitägigen Kompositionskurs gibt. Im Fürstensaal erklingt dann auch mit Stockhausens “Gesang der Jünglinge” (1956) ein Schlüsselwerk elektronischer geistlicher Musik.

Veranstalter: Landesmusikrat Thüringen


 


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