Lea W. Frey

Sonntag, 5. November

 

„Plateaus”: Zwischenlandung an einem Sehnsuchtsort - Ebenen und Sichtweisen

verschieben sich auf einer großen Wanderung mit offenem Ausgang.

Lea W. Frey besingt auf ihrem neuen Album, das am 6. Oktober bei

enja/yellowbird erscheint, sinkende Inseln und sterbende Berge, ihre immer

dichter werdende Heimatstadt Berlin und die Höhen und Tiefen der Liebe. Irgendwo

in der klanglichen Stratosphäre mit Portishead, Bitches Brew, Björk und Sonic

Youth vereint, findet sich die Band um die Sängerin Lea W. Frey wieder.

Zyklisch treibende Drum-Figuren von Notwist-Drummer Andi Haberl,

toxische Sound-Kaskaden von der aus New York kommenden Keyboarderin Liz Kosack,

die filigrane Doppelhelix aus Gitarre und Bass der Brüder Peter und Bernhard

Meyer, die sonst mit ihrem Melt Trio für Aufsehen sorgen.

 

Über allem schwebt Lea W. Freys glasklare und sinnliche

Stimme - fädelt sich zwischen den Schichten und Sphären der Musik hindurch. Sie

gibt dem vielschichtigen, lebendigen Klangkörper - irgendwo zwischen Indie,

Progressive-Jazz und Elektronischem - stets eine klare und lyrische Richtung

und verschafft dem Zuhörer intime Nähe zur ekstatischen Hochebene, zu der sie

sich mit ihrer Band bei jedem ihrer Konzerte aufmacht.

Gitarren-Schollen driften gegeneinander, minimalistisches Jazz-Drumming

verzahnt sich mit elektronischen Drum-Machine-Sounds, harfenartige

Analog-Synths, gestrichenes Vibraphon, opulente Gesangschöre, fette Synth-Bässe

treffen auf halbakustische Bassgitarren.

Und wenn Lea W. Frey im Titelsong davon singt, dass Haie auf dem Plateau an

Blumen knabbern, wird deutlich, dass über kurz oder lang nichts bleibt, wie es

ist.

 


Veranstalter: mon ami
Eintritt: 10,- Euro/ 7,- Euro (ermäßigt)

 

 

 

Lea W. Frey - 5. November