June Cocó und Band

Donnerstag, 2. November, 20.00 Uhr

Zu hören auf „The Road“ feine und kantigere Töne wie Noise, Dreampop oder Ambient, mit einem Schuss Vintage.

June Cocó stellt sich ans Mikrofon und nimmt damit das Zepter in die Hand. Sie singt mit der Erhabenheit aus einer anderen Zeit. Etwa mit der angedüsterten Eleganz des einstigen "It-Girls der Existenzialisten", Juliette Gréco und Johnny Cash klingt auch oft durch. Doch June Cocó als ein chansonträllerndes Cowgirl abzustempeln wäre weit gefehlt.

Die Songwriterin aus Leipzig hat viele Inspirationsquellen. Mühelos changiert sie zwischen musikalischen Stimmungen: Zu hören sind auf ihrem Debüt "The Road" feine und kantigere Töne wie Noise, Dreampop oder Ambient, denen stets ein schöner Schuss Vintage anhaftet. Als Klavier spielende Sängerin fing sie an, eigene Songs zu schreiben und hat sich durch diverse Bars in die Ohren faszinierter Zuhörer gespielt. 

June Cocó's Stimme kommt eine besondere Bedeutung zu: wirkt sie hier noch selbstbewusst bis kämpferisch, möchte man sich gleich darauf wie im minimalistisch arrangierten "Romeo's Late" in den Schlaf wiegen lassen, so einfühlsam, liebevoll und nah singt sie. Das schindet gerade live besonderen Eindruck und ließ schon George Clooney auf seinem Sessel in einer Leipziger Hotel-Lounge festkleben, was ihn anschließend zu Lobeshymnen und einem beglückwünschenden Wangenküsschen veranlasste.

Veranstalter: mon ami
Eintritt: 10,-/ 7,- Euro (ermäßigt)